Fachakademie für Sozialpädagogik

Abschluss

Staatlich anerkannte Erzieherin/

Staatlich anerkannter Erzieher

Berufsbild

Ihr späteres Einsatzgebiet ist die Tätigkeit als sozialpädagogische Fachkraft in Tageseinrichtungen für Kinder oder Einrichtungen und Maßnahmen der Erziehungshilfe (Heimerziehung) und Jugendhilfe. 

Ausbildungsdauer

zwei Jahre Vollzeitunterricht an der Fachakademie für Sozialpädagogik

(1. und 2. Studienjahr)

einjähriges Berufspraktikum


Aufnahmebedingungen

Nachweis über die geforderte schulische und berufliche Vorbildung 
(Abschluss als staatliche geprüfte/r Kinderpfleger/in, Abschluss einer zweijährigen sozialpflegerischen oder rehabilitativen Ausbildung)

Nachweis für die Eignung für den Erzieherberuf 
(ärztliches Attest)

erweitertes Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde gemäß §30a BZRG für die Praxiseinrichtung 

Stundentafel

mögliche Abschlüsse

Fachgebundene Fachhochschulreife

durch Ablegen der Abschlussprüfung im Fach Englisch und den erfolgreichen Berufsabschluss. Diese Qualifikation berechtigt zum Studium an bayerischen Fachhochschulen (alle sozial- und religionspädagogischen Studiengänge). 


Allgemeine Fachhochschulreife

durch Ablegen der Abschlussprüfung in Englisch durch Teilnahme am Zusatzfach Mathematik (je 3 Wochenstunden) in beiden Studienjahren und den erfolgreichen Berufsabschluss. Diese Qualifikation berechtigt zum Studium bundesweit an Hochschulen für angewandte Wissenschaften. (Um die allgemeine Hochschulreife = Vollabitur zu erwerben, ist z.B. noch ein Jahr auf der BOS 13 mit zweiter Fremdsprache nötig).


Fachgebundene Hochschulreife

Berufsabschluss und Fachhochschulreife besser als 1,5. Mit dieser können pädagogische Studiengänge z.B. Lehramt für Berufliche Schulen im sozialpädagogischen Bereich an der Universität belegt werden. Um die allgemeine Hochschulreife zu erwerben, muss eine zweite Fremdsprache nachgewiesen werden.


Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte

Seit 2009 gibt es nach Beschluss der Kultusministerkonferenz den Hochschulzugang für Berufsqualifizierte. Dieser gilt für Meisterabschlüsse, damit auch für die Erzieherin/den Erzieher. Die Universitäten dürfen einen bestimmten Prozentsatz ihrer Studienplätze an diese Bewerber/-innen vergeben.

"EYE" - Early Childhood Education, ERASMUS+

"EYE" - Early Childhood Education, ERASMUS+

EYE Sevilla

Auftaktveranstaltung in Sevilla mit 6 europäischen Partnerländern zum gemeinsamen europäischen Projekt „EYE“ – Early Childhood Education“ – Staatliche Fachakademie für Sozialpädagogik Traunstein und staatliche FOSBOS Traunstein als Projektleiter

Mitte November 2017 nahmen aufgrund eines gemeinsamen europäischen Projekt die  staatliche Fachakademie für Sozialpädagogik Traunstein und die staatliche FOSBOS Traunstein mit fünf weiteren europäischen  Partnerländern darunter Irland, die Niederlande, Portugal, Slowenien, Spanien und Portugal an einer zweitägigen Auftaktveranstaltung in Sevilla teil. Der Arbeitstitel des Projekts „EYE“ – Early Childhood Education“ befasst sich mit der frühen Kindheit von 0 – 10 Jahren. Jeder Projektteilnehmer erarbeitet dazu ein 14-tägiges Modul, welches Schülern, Studierenden und Studenten grenzübergreifend angeboten wird. Der  Austausch soll im September 2018 an den unterschiedlichen Standorten der Partnerländer angeboten werden. Aus jedem Land können jeweils 10 Schüler/Studenten entsandt werden. Dabei steht es jedem Austauschschüler/-student frei, in welches Land er geht, um sich über das jeweilige Bildungssystem und insbesondere über den Stand der frühen Bildung und Erziehung bis in den Grundschulbereich informieren möchte. Dabei soll die erste Priorität in Europa die Ausbildung der Personen also der Erzieher/Erzieherinnen und Grundschulehrkräfte haben, die sich um die Bildung und Erziehung unserer Kinder kümmern. Denn hier werden die Grundlagen gelegt um wesentliche Ziele des Programms Europa 2020 (z.B. Integration und Beschäftigung) in Zukunft erreichen zu können. Insbesondere die im nationalen Kontext als besonders relevant angesehene horizontale Priorität "Soziale Eingliederung" setzt als wichtigen Baustein die ganzheitliche Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklung in Europa voraus. Die Priorität "Soziale Eingliederung" steht so mittelbar als Ziel hinter dem Projektvorschlag in allen seinen Phasen: Erzieherinnen und Erzieher sollen befähigt werden, die in der Priorität genannten Ziele in ihrer Arbeit mit Kindern praktisch umzusetzen: "Förderung der Entwicklung sozialer, zivilgesellschaftlicher und interkultureller Kompetenzen, Medienkompetenz und kritischen Denkens sowie die Bekämpfung von Diskriminierung, Ausgrenzung, Rassismus, Mobbing und Gewalt". Die erste Priorität wird darüber hinaus unmittelbar dadurch erreicht, dass das zu entwickelnde Modul auf die Gruppe von Lernenden mit geringeren Chancen zielt, die oft von sozialer Teilhabe ausgeschlossen sind. Ein erheblicher Teil der Lernenden in Deutschland, UK und den Niederlanden erhält Unterstützung durch die nationalen Sozialsysteme. In Portugal, Spanien und Slowenien hingegen ist diese Art der Unterstützung weniger ausgeprägt. Hier übernimmt häufig die Familie (so sie dazu in der Lage ist) die Kosten für die Lernenden während der Ausbildung.

Die hier skizzierte Zielgruppe nimmt derzeit  längerfristiger Mobilität praktisch nicht wahr. Dies hat nicht ausschließlich finanzielle Ursachen, aber die weiteren Gründe sind oft mit den finanziellen Problemen verbunden: Vergleichsweise geringes Selbstvertrauen, vergleichsweise geringere Sprachkenntnisse und vor allem die oft fehlende Perspektive einer beruflichen Karriere im Bereich der frühkindlichen Pädagogik. Ziel des Projektes ist es, durch eine zweiwöchige "geschützte" Auslandserfahrung als berufliches Seminar mit Teilnehmenden aus anderen Ländern besonders die beschriebene Zielgruppe zu fördern. Benachteiligte Lernende sollen in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden. Die Wichtigkeit ihres Berufes und die zentrale Position in der sie zukünftig in Einrichtungen der frühkindlichen Bildung besetzen soll ihnen verdeutlicht werden. 

 

Am Ende dieses Projektes soll ein innovatives, innerhalb des Projektes erprobtes Ausbildungsmodul beschrieben sein, das Lernenden die Möglichkeit bietet, auf europäischer Ebene zusammen mit Lernenden anderer Schulen / Universitäten Basis- und Querschnittskompetenzen in ihrem Berufsbereich zu erwerben.

Erreicht werden soll diese Steigerung der Qualität der Fertigkeiten der Lernenden im Bereich der frühkindlichen Erziehung durch die gemeinsame Entwicklung eines Ausbildungsmoduls, das in die Lehrpläne der beteiligten Bildungseinrichtungen (inklusive der Beurteilung und Zertifizierung der Lernergebnisse) integriert werden soll. Dieses Projekt liefert die Beschreibung des Ausbildungs-moduls, das von den Partnern dann als regelmäßiges Angebot in den Schulen /Universitäten übernommen und auch anderen Zusammenschlüssen von Bildungspartnern zur Nutzung angeboten wird. Durch die Verknüpfung des Ausbildungsmoduls mit dem Angebot einer Mobilitätserfahrung für Lernende (sie können entweder an dem Ausbildungsmodul in der eigenen Einrichtung oder bei einem der Projektpartner teilnehmen) erlangen diese sowohl fachliche Qualifikationen als auch den Zugang zu den gerade in einer pädagogischen Ausbildung so grundlegenden, durch die Kommission im "Programm für Lebenslanges Lernen" beschriebenen acht Schlüsselkompetenzen. Über die oben beschriebenen Prioritäten hinaus erreicht das Projekt auch vollumfänglich folgende Priorität für die allgemeine Schulbildung: "Unterstützung von Anstrengungen zur Steigerung des Zugangs zu bezahlbarer frühkindlicher Betreuung, Bildung und Erziehung (FBBE) hoher Qualität. Verbesserung der Qualität von FBBE-Systemen und Vorkehrungen für die frühkindliche Betreuung, Bildung und Erziehung zur Förderung einer altersgemäßen Entwicklung der Kinder, zur Erzielung besserer Lernergebnisse und zur Sicherstellung eines guten Bildungsstarts für alle – insbesondere durch die Weiterentwicklung des FBBE-Qualitätsrahmens der EU und mittels Sicherstellung dessen, dass die Vorteile frühkindlicher Bildung auch in andere Ebenen der schulischen Bildung weitergetragen werden; ferner durch Projekte zur Entwicklung neuer Modelle für die Umsetzung, Governance und Finanzierung frühkindlicher Bildung und Betreuung."

Staatliches Berufliches Schulzentrum Traunstein, Schnepfenluckstraße 12, 83278 Traunstein, Tel.: +49  861 - 986000, nfbsz-tsbyrnd